Presse

Peter Protschka spielte Trompete wie Flügelhorn klar, warmblütig und mit großer Strahlkraft. "Comin’ Late" stellte ihn und seine Trompete in den Vordergrund, deren klangliche Schönheit vielleicht auch von daher rührt, dass Protschka einen Master in Barocktrompete hat.

Badische Zeitung, November 2015


 

Twilight Jamboree- zu deutsch ein rauschendes Fest im Zwielicht. Das deutet auf eine Veranstaltung mit einem gewissen Etwas hin. Wer seine Band so nennt, der sollte es mit der Ausstrahlung der Musik besonders ernst nehmen- und die Formation des Kölner Trompeters Peter Protschka lässt hier nichts anbrennen (...) Sie lassen die Zügel fliegen, geben sich solierend abwechselnd das Staffelholz in die Hand- mit genug Schwung, dasss man auch beim häusslichen Hören nicht ruhig sitzen bleiben möchte.

Jazzthetik, November 2015


 

Peter Protschka ist nicht nur ein fantastischer Jazztrompeter. Er ist auch ein engagierter Organisator, der immer wieder verschiedene Musiker zusammenbringt und außergewöhnliche Veranstaltungen organisiert.

Kölner Stadtanzeiger, Februar 2015


 

Ein Jazzabend, der geprägt wurde von Klangschönheit. Spielkultur und Klarheit blieben auch in ausdrucksstarken, großen musikalischen Momenten oder rhythmisch entfesselt wirkenden Abschnitten gewahrt. Es war ein hochkarätig berauschender Jazzabend, der die Sinne ansprach.

Aachener Zeitung, Oktober 2014


 

Peter Protschka zählt zweifelsohne zu den besten Jazztrompetern Deutschlands.                                        

WO-Magazin, Worms, Dezember 2013


 

Seine Soli sind ein Musterbeispiel an Spannungsaufbau, er entwickelt Phrasen vom Großen ins Kleine, steckt also erst das klangliche Areal ab, um es dann neugierig zu erforschen. Und wenn man in den Balladen sein Spiel hört, das eine dermaßen gesangliche Qualität aufweist, könnte man glatt vergessen, daß hier eine Instrumentalformation spielt.

Gunter Weigand, Wormser Zeitung, Dezember 2013


 

Es war ein Abend hochkarätiger, berückender und vom Publikum dankbar beklatschter Soli. Margitza lag selten und fünf Minuten, wobei jede Sekunde ein vielschichtiges, spannendes Erlebnis war. Protschka steuerte Farben, Dissonanzen bei, sein Flügelhorn ließ er wie Chet Baker schnurren, die Trompete wüst attackieren (...) Protschka kommt gerne ruppiger, aggressiver, herrlich ungeschliffen daher.

Thomas Kliemann, Bonner Generalanzeiger, Oktober 2013


 

Peter Protschka "Kindred Spirits"

Der Kölner Trompeter Peter Protschka bezieht sich in seinen Kompositionen auf den Hard Bop, jene Jazzstilistik, die in ihrer späteren Phase in den frühen 1960er Jahren mit großer Eleganz von afro-amerikanischen Musikern der New Yorker Szene wie etwa Kenny Barron, Joe Henderson und Freddie Hubbard gespielt wurde.

 

Zu den wichtigen Charakteristika dieses Stils, der in den 80er Jahren als Neobop ein Revival erlebte, als zum Beispiel Wynton Marsalis ihn wieder aufgriff, gehört der geradlinige - im Jazzjargon "straight forward" genannte - swingende Rhythmus. In oft beschleunigtem Puls treiben Bass und Schlagzeug das harmonische Geschehen voran - schlüssig und formvollendet aufeinander folgende, oftmals modale Akkordfortschreitungen, auf deren Grundlage griffige Themen und virtuose Soli abgefeuert werden.

 

Rhythmische Dichte

Eine enorm vitale, urban anmutende Stilistik ist es, in deren Tradition sich Peter Protschka und seine Mitmusiker, die alle ungefähr Mitte Dreißig sind, bewegen. In deren verhältnismäßig klar definiertem Kontext gelingt es ihnen, starke, eigene Impulse zu setzen. In besonderem Maße gilt das für den Pianisten Rainer Böhm, der in seinem technisch brillanten, präzisen Spiel ein permanentes Feuerwerk polyrhythmischer Finesse zündet und so gemeinsam mit dem Schlagzeuger Sebastian Merk und dem Bassisten Christian Ramond der Musik eine ungemein vielschichtige, rhythmische Dichte verleiht. Auch die Möglichkeiten der Harmonik dehnt Rainer Böhm enorm aus, indem er zum Beispiel das tonale Zentrum seiner Akkorde verschleiert und so den modalen Fluss mit überraschenden, harmonischen Spannungswechseln anreichert. Böhms Spiel ist nicht nur das Ticket in einen sehr gegenwärtigen Umgang mit einem bewährten Stil, sondern auch die Erfüllung der wichtigen Prämisse, als Jazzmusiker eine hoch personalisierte, eigene Spielcharakteristik zu bieten.

 

Dunkel timbriert und obertonreich

Unter dem Einfluss früher Idole wie Miles Davis und Freddie Hubbard hat natürlich auch Peter Protschka den eigenen Sound kultiviert: dunkel timbriert und obertonreich, virtuos zwischen einer leicht angerauten, gesanglichen Tongebung und strahlenden Spitzentönen changierend. Seine hohe Klangkultur setzt der, übrigens ebenfalls als Barocktrompeter konzertierende, Musiker im geschmeidigen Verlauf seiner spannend aufgebauten Soli und besonders schön in den atmosphärischen Balladen ein, die er für das Album "Kindred Spirits" geschrieben hat.

 

Packende Musikalität

Alles in Allem eine sehr gelungene Einspielung, bei der sich die im Titel beschworene Seelenverwandtschaft - eine respektvolle Verbindung mit den "Kindred Spirits" aus früheren Jazzepochen und eine spielerisch hoch kommunikative der Bandmusiker untereinander, in packender Musikalität äußert.

Beate Sampson, Bayrischer Rundfunk, Herbst 2012


 

Verstaubte Vinylscheiben zieren die Wand des Metronoms, dessen Ambiente Peter Protschka so sehr schätzt, dass er das Cover von "Kindred Spirits" mit Fotos aus dem Kölner Club dekorierte. Ein Hinweis darauf, dass der Trompeter seine Musik an den Wurzeln orientiert: an Hard-und Postbop nämlich, alles andere als verstaubt allerdings. Protschka faziniert an diesen Sounds die Energie, der Soul und der Humor, wie er im Text zum Album notiert. Aber er covert sie nicht, er klebt nicht dran, sondern nimmt sie als Inspiration für seine eigenen Kompositionen. Und da trifft er in Rainer Böhm (Piano,Rhodes), Christian Ramond (Bass) und Sebastian Merk (Drums) auf Gleichgesinnte, "Kindred Spirits" eben. Die Band verpackt frische Grooves statt Nostalgie in elegante Balladen, die den runden Ton Protschkas glänzen lassen, entspannte Beats paaren sich mit raffinierten Melodien, die amerikanische wie europäische Vorbilder offenbaren. (...) Jazzthing November 2012


 

Protschka beschreibt in den Linernotes zu seinem Album „Kindred Spirits” ganz einleuchtend, warum er so klingt, wie er klingt. Ein ehrliches Statement, das gar nicht erst versucht, mit windigen Floskeln um den heißen Brei zu reden. „Jazz aus der Ära des Hard- und auch des Postbop hat mich von Anfang an fasziniert. Auch die Musiker in meiner Band teilen meine Leidenschaft”. Und so erleben wir eine CD, die tatsächlich nach „alt” klingt und auch den Geist  beispielsweise eines Freddie Hubbards oder eines Joe Henderson in sich trägt, die aber dennoch eine eigene Handschrift entwickelt, die aus dem Heute stammt. Das muss man Protschka und seiner Mannschaft lassen: „Kindred Spirits” ist abwechslungsreich, strotzt vor Vitalität und geht oft über das hinaus, was man von den alten Meistern her kennt. Im Zusammenspiel erweisen sich die vier Musiker als gewiefte Tiefgänger. Rainer Böhm (Piano/Fender), Christian Ramond (Bass) und Sebastian Merk (Schlagzeug) haben sich perfekt in die Vergangenheit fallen lassen ohne auf die Inspiration des Gegenwärtigen zu verzichten. Aus Alt mach Neu - bei „Kindred Spirits” sehr gut gelungen. www.sound-and-image.de, Herbst 2012


 

(...) Besonders mit Wynton Marsalis verbindet den jungen Musiker Einiges. Etwa, daß sich Protschka, ebenso wie Marsalis, sowohl dem Jazz als auch der klassischen Musik widmet, und Free Jazz oder Fusion rigoros ablehnte. (...) www.kultur-online.net, Herbst 2012


 

In der Tradition des Modern Jazz der 60er ist das neue Album des Trompeters Peter Protschka beheimatet. "Kindred Spirits" sieht er nicht als Retro sondern als zeitgemäßes Schlaglicht auf eine Musik, die heute vornehmlich und zu unrecht alten Herren zugeschrieben wird. Nicht gewagt, nicht schrill, nicht brav- einfach zeitlos und vielfältig. Mit hervorragend besetztem Quartett. www.nadann.de, Münster, Herbst 2012


 

Ich freue mich, so eine lebendige, junge deutsche Jazzformation auf hohem Niveau spielen zu hören. Handwerklich, musikalisch und kompositorisch gekonnt. Und jazziger, als ich es je vermochte. Viel Glück wünsche ich allen vier Mitspielern.

Markus Stockhausen, Trompete

 

Peter Protschka hat mit seiner neuen CD wieder einmal mehr bewiesen, dass zeitgenössische Jazzmusik immer noch hörenswert ist. Mit seinem schönen und sehr besonderen Sound und seinen Eigenkompositionen hat er ein Werk geschaffen, welches ganz in der Tradition des Hardbop verwurzelt ist. Es gibt nur wenige Musiker, die diese Musik so überzeugend und authentisch spielen können, wie er es mit seiner exzellenten Band auf dieser CD tut. Ich gratuliere zu einer gelungenen und interessanten CD,  die ich bestimmt noch oft hören werde.  

Stefan Zimmermann, Trompete

 

Peter Protschka hat mit „Kindred Spirits“ ein wunderbares Album vorgelegt. Er hat die Kraft, die Reife, den Sound und die Vielseitigkeit, den Hörer mühelos durch eine Stunde hochqualitative Musik zu führen. Mit Rainer Böhm, Christian Ramond und Sebastian Merk hat er sich eine aufregend frische Bestbesetzung ausgesucht. In einer Zeit, in der die Jazzszene mehr und mehr von zum Teil etwas anstrengenden Konzeptionisten beherrscht wird, hat Peter das Selbstbewusstsein, einfach melodiöse und groovende Musik zu machen, die nicht zu intellektuell wirkt und trotzdem an allen Ecken und Enden natürlich gewachsene Virtuosität und Zeitbezogenheit aufblitzen lässt. Und der Closer „Ausblick“ mit zeitgenössischen Grooves macht schon wieder Lust auf Peters nächstes Quartett Album.

Jürgen Seefelder, Tenorsaxophon


 

“The Art of The Message in Düren, 2011: Peter Protschka und seine Legacyband ziehen in der Planet Jazz-Reihe das Publikum in ihren Bann”:
Jazzgeschichte schwebte durch das Foyer der Evangelischen Gemeinde: Peter Protschka und seine Legacyband intonierten Werke rund um die verschiedenen Gruppierungen des legendären Art Blakey. Der Kölner Trompeter Protschka hatte um sich ein Ensemble in der klassischen Sextett-Besetzung versammelt.
Ein fetter Bläsersatz mit dem eleganten Tenorsaxophon von Bernd Hartnagel, der druckvollen Posaune von René Klement und der kompetenten Trompete des Leaders beeindruckte das Publikum mit präzisem und nuancenreichem Spiel. Eingebettet waren die Bläser in die hervorragende Rhythmusgruppe mit Martin Sasse am Steinway-Flügel, der wieder einmal mit einer enormen Rhythmik und perlenden Läufen brillierte und René Marx am Schlagzeug, der das High-hat ganz in der Manier von Blakey kontrapunktisch hüpfen ließ und gerade bei den langsamen Balladen sehr subtil zu Werke ging. Das Fundament dazu legte Matthias Nowak, der sehr feinfühlig den Kontrabass bediente.
Bereits mit dem Opener „Chippin’ In“ von Bryan Lynch zogen Protschka und seine Mitmusiker das Publikum in ihren Bann, um den ganzen Abend über die Spannung aufrecht zu erhalten.
Peter Protschkas Ankündigungen der einzelnen Kompositionen von Blakeys Weggefährten etwa von Steve Davis, Idrees Sulieman oder Curtis Fuller waren kenntnisreich in der Beschreibung ihres Entstehens und der Einordnung ihrer Bedeutung für die Entwicklung des Stils, mit dem Blakeys Jazz Messengers berühmt geworden sind. Seine Moderation zeugte aber auch von dem tiefen Respekt für das musikalische Wirken seiner Vorbilder.
Nach der grandiosen Zugabe mit Bobby Timmons „Moanin’“ erhoben sich die Zuhörer spontan von ihren Plätzen, um das intensive Spiel der Band zu würdigen.
Die Veranstalter Oliver Mark und Henner Schmidt waren begeistert: „Heute haben wir etwas ganz Großes erlebt, hier wurde nicht versucht ein Plagiat zu schaffen, sondern die Legacyband hat einen eigenen Stil und zitiert dabei souverän und authentisch aus dem ungeheuren Schatz, den die Jazz Messengers anbieten.“
Am Ausgang des sehr gut besuchten Konzertes verriet zudem ein Besucher: „Was ich an ‚Planet Jazz in Concert’ so schätze, ist der hautnahe Kontakt zu den Musikern und die Intensität des musikalischen Erlebnisses.“ Quelle: Dürener Nachrichten


 

Peter Protschka im Hürther Löhrerhof, 2010: Von der Presse wird er bereits als Nachfolger des 2008 verstorbenen US-Trompetenvirtuosen Freddie Hubbard gehandelt – im stimmungsvollen Löhrerhof gab Peter Protschka zusammen mit seinem Trio ein ganz besonderes Konzert. Mit Rainer Böhm (Piano) und Volker Heinze (Bass) hatte er zwei kreative Köpfe der aktuellen deutschen Jazzszene mitgebracht, um in einer Formation zu spielen, die immer noch etwas für Kenner ist: Da wo Trompete, Bass und Klavier ohne Percussion interagieren, gibt es viel Raum für improvisatorisches Interplay, kammermusikalische Feinheit und neue Hörerfahrungen, wie der 1977 in Köln geborene Trompeter findet. Außerhalb des Jazz-Geschäfts setzt sich Protschka gern mit Alter Musik und historischen Instrumenten auseinander. Auch im Löhrerhof kombinierte er den strahlenden Klang der Trompete mit dem samtigen Timbre des Flügelhorns und erweiterte damit seine Ausdrucksmöglichkeiten.

Auf dem Programm stand eine elegante Mischung aus Standards und Eigenkompositionen, mit denen Protschka sich als Romantiker outete. Viele der Stücke, die das Trio im Laufe des Abends mit schwereloser Leichtigkeit vorstellte, waren kleine Liebeserklärungen an Protschkas Ehefrau. Der musikalische Höhepunkt des Abend stammte ebenfalls aus seiner Feder: „Heard of it“, eine lyrische Nummer, in der der Kölner viel Gelegenheit hat, sein Instrument über dem ruhigen Pulsschlag des Basses zum Singen zu bringen. Überhaupt glänzte Protschka mit endlosen Atemreserven, intelligenten Improvisationen und schillernden Farben. Improvisatorische Fantasie brachten aber auch seine Partner mit. Am Flügel ließ Rainer Böhm filigrane Läufe und leuchtende Harmonien einfließen. Volker Heinze beeindruckte durch satten Klang und seinen lebendigen Anschlag. In Nummern wie Tom Harrells „Little Dancer“, Sam Rivers „Beatrice “oder Miles Davis „Boplicity“ kultivierten die Musiker makellosen Zusammenklang und butterweiche Übergänge (...)


 

Der Kölner Peter Protschka setzt Glanzpunkte mit der klanglichen Strahlkraft der Trompete und sorgt für den cooleren Sound am Flügelhorn. Augsburger Allgemeine nach einem Konzert von “Hi Voltage” im Birdland Neuburg, 2010


 

Für erstklassige Unterhaltung sorgte nicht zuletzt Jazztrompeter Peter Protschka – der 32-jährige Kölner hat es in der Szene längst zu Weltruf gebracht und lieferte den Talbahnhofbesuchern ein wahres Fest selbst für verwöhnte Ohren. Aachener Zeitung, 2010


 

Kritik zu einem Kölner Konzert im Herbst 2009: Kunst und Jazz 


 

Im deutschen Raum darf Protschka als berufener Nachfolger des grade verstorbenen US-Trompetenvirtuosen Freddie Hubbard gelten: Einer, der sich nicht fürchtet vor der strahlenden Kraft, die in dem Horn steckt, wenn sie von einem zupackenden Improvisator geweckt wird. Mannheimer Morgen, 2009


 

Martin Laurentius im “Jazzthing”- Hotspot im Februar 2008 über “Point of view”:

Die Musiker im Peter Protschka Quintet sind allesamt herausragende Musiker- obwohl oder gerade weil keiner von ihnen das Rad im Jazz neu erfinden will. Ein am Hardbop orientierter Mainstreamjazz, Swing und Groove, raumgreifend phrasiert, hart auf dem Beat und straight-ahead gespielt sind in den neun Originalkompositionen des Trompeters Peter Proschka die Basis. (...)
Mal sind es die Harmonien, die komplex gesetzt mit einem europäischen “Twist” ausgestattet werden, mal sind es die Melodien, die ihren Ursprung in der Kultur- und Musikgeschichte Europas nicht verleugnen wollen. Das Entdecken der eigenen Perspektive auf die improvisierte Musik von heute, aber auch das unbekümmerte Experimentieren und ein spielerischer Umgang mit verschiedenen Elementen aus der Jazzgeschichte- gleichgültig ob europäisch oder US-amerikanisch- lässt “Point of View” zu einem spannenden Debütalbum dieses jungen Musikers werden. Ach ja, neben Protschka selbst sind es vor allem der Tenorist Paul Heller und der Pianist Rainer Böhm, die mit ihrer variantenreichen und eloquenten Improvisationskunst überzeugen.


 

Matthias Inhoffen in “Audio”, April 2008:

“Ungeheuer professionell!”

Der Kölner Trompeter Peter Protschka hat einen klaren Standpunkt. Auf “Point of View” brennt er mit seinem hochkarätigen Quintett ein Feuerwerk des modernen, geschliffenen, melodiösen Mainstreams ab (...). Weicher, sauberer Klang.


 

Hans Hielscher im “Kulturspiegel” über “Point of view”, 2008:

Im Titelstück spielt der Tenorsaxofonist Paul Heller das erste Solo, dann folgt Protschka, der Komponist, auf dem Flügelhorn. Der Kölner engagierte mit Rainer Böhm (Piano), Thomas Stabenow (Bass) und Dejan Terzic (Schlagzeug) für sein Debütalbum weitere Spitzenmusiker. Eins-a-Hardbop aus Deutschland!


 

Klaus Gottwald im “Jazzpodium”, 2008:
Der Trompeter und Flügelhornist Peter Protschka ist längst kein Unbekannter mehr.
1977 in Köln geboren, hat sich dieser junge Jazzmusiker und Komponist durch seine Auftritte in namhaften Clubs und auf diversen Festivals einen sehr guten Namen in der deutschen Jazzszene gemacht und auch als Leader eigenständiger Projekte auf sich aufmerksam gemacht.(...) Der eigene Trompetensound und seine anspruchsvollen, ideenreichen Solobeiträge ließen namhafte Musiker, mit denen er bereits zusammen spielte, aufhorchen.(...) Zusammen mit seinem hochkarätigen Quintett präsentiert er seine energiegeladenen Hardboptitel und versucht dabei, nordamerikanischen Jazz und europäische, harmonisch ausgerichtete klassische Kammermusik miteinander zu verbinden. Ein Versuch, der ihm bestens gelungen ist, und hoffen lässt, daß er mit dieser Besetzung weitere CDs produziert und durch Live-Auftritte ein neugierig gewordenes Publikum in die Clubs holt.


 

Georg Spindler im “Mannheimer Morgen”, 2008:
Protschkas Musik wird geprägt von offen strukturierten Themen, jähen Tempowechseln, mysteriös anmutenden Nocturne-Balladen und einem außerordentlichen Maß an kollektiver Freiheit. Zugleich beschwört sie aber auch eine raffinierte Schönklang-Ästhetik, die an den Sound der Plattenfirma ECM erinnert. In diesem Spannungsraum entfaltet Protschka seine Improvisationen, die von einer bemerkenswert melodisch-gedanklichen Klarheit und Stringenz geprägt sind, eingehüllt in einen emotionsstarken, lyrisch-bluesgetränkten Instrumentalklang. Gelegentlich erinnert Protschkas melodiöse Diktion gar an die Eleganz und Eloquenz seliger Trompeter wie Harry Edison oder Roy Eldridge.(...)


 

Gustl Mayer, Hessischer Rundfunk, 2008:
Peter Protschka mit seinem schönen, runden, etwas lyrischen Ton, mit einem leichten, sehr angenehmen Vibrato, klingt so, wie man es von Miles Davis aus den 50er Jahren kennt.


 

Thomas Wunsch, Jazzjournalist und ECM-Coverartist, Wiesbaden, Konzertkritik, 2008:

“Peter Protschka`s “The Art Of The Message” im Jazzkeller Frankfurt

Mit einem grandiosen Konzert der Extraklasse läutete der Kölner Trompeter, Flügelhornist und Komponist Peter Protschka am letzten Samstag das Wochenende ein. Im zu Recht ausverkauften Frankfurter Jazzkeller stellte er einem hingerissen lauschenden Publikum sein neuestes Projekt “The Art of the message“ celebrating „The music of Art Blakey and his Jazz Messengers“ vor. Selten hört man in einem Livekonzert eine solche Spielfreude, gepaart mit der gleichsam perfekten Abstimmung der Musiker der Band untereinander. Von Beginn an verstand es das Sextett mit seiner Musik die Hörer zu begeistern. Ein wichtiger Faktor, der zum Gelingen dieses Unternehmens beigetrug, war die Virtuosität der Musiker. Protschka selber verzauberte mit seinem sauberen Ton und präzise gespielten Einlagen, der Bassist Fedor Ruskuc bewies mit seinem Spiel, dass er zu den Spitzenkräften seines Instruments zählt und der Schlagzeuger Rene Marx stellte sich zu jeder Zeit in den Dienst der Sache, trommelte kräftig, aber ohne aufdringlich zu sein und gab dem Programm drive. René Klement an der Posaune verstand es in kongenialer Weise mit Protschka in musikalische Dialoge einzutreten die das Publikum gebannt verfolgte, ebenso wie die kreativen Ausflüge des Saxophonisten Bernd Hartnagel und das aussergewöhnlich gekonnte Spiel des Pianisten Alex Schimmeroth.(...)
Protschka veröffentlichte zeitgleich zum Konzert im Frankfurter Jazzkeller die CD „Point Of View“, die auf dem Label Jazz4ever erschienen ist. Auch auf dieser CD funktioniert die Magie Protschkas und so hört man gerne, wie er sich mit seinen Mitspielern Paul Heller am Saxophon, Rainer Böhm am Piano, Thomas Stabenow am Bass und Dejan Terzic am Schlagzeug die Seele aus dem Leib spielt. Bewundernswert ist, dass auf „Point Of View“ ausschliesslich Eigenkompositionen von Protschka zu hören sind und er damit unter Beweis stellt, dass er ein Allrounder ist, der dem Jazz viel zu geben hat. Das ist wegweisend und das ist gut. Protschka weiß, was er will und er hat auch alle Möglichkeiten, es zu tun. Von ihm werden wir noch viel Gutes hören!

 


 

Jürgen Kisters, Kölner Stadtanzeiger, Konzertkritik nach einem Konzert in Köln, 2006:
Das Zusammenwirken von Trompete, Piano, Bass und Schlagzeug gehört seit jeher zu den Standardformationen des Jazz. Beflügelt von der seit Jahrzehnten aktuellen Kraft dieses Klangkörpers begann das Quartett um den Kölner Trompeter Peter Protschka (Jahrgang 1977) sein Konzert in der Reihe „Jazz ‘n’ Art“ im Kölner Kunstwerk denn auch mit einer älteren Komposition des Jahrhundertmusikers Herbie Hancock.
Der Wechsel von Stücken aus der Jazztradition und eigenen Kompositionen Protschkas war bestimmend für das Programm, in dem Protschkas klarer Trompetensound alle musikalischen Spielarten zwischen leise lyrischen und dynamisch-energischen Tönen entfaltete.
Einmal mehr wurde so vor Ohren geführt, dass der Rückgriff auf die Tradition des Hardbop nicht ausschließt, musikalisch ganz im Hier und Jetzt zu sein. “In den USA, aber auch zum Beispiel in Paris, spielen die jungen Musiker ganz selbstverständlich die traditionellen Standards in ihren Konzerten, während im deutschen Jazz oft zu sehr ausschließlich Eigenkompositionen gefordert werden”, meint Protschka, der gerade von einer Reise in die USA zurückgekehrt ist. Auch während seines Musikstudiums in Mannheim hatte er in den von US-Soldaten geprägten Clubs in der Region mit vielen US-Musikern zusammen gespielt, die ihm mit dem Respekt vor den alten Jazzgrößen zugleich beibrachten, dass zwischen dem eigenen Sound und der Tradition kein gezielter Schnitt verlaufen muss.
Mit Stücken der Trompeter Tom Harrell und Freddie Hubbard machten Protschka und seine Mitstreiter im Konzert ihre akustischen Leitbilder hörbar. Mit eigenen Stücken wie “One for Hub” oder “Blues for Jo” zeigten sie wiederum, wie persönliche Erfahrungen in Musik umgewandelt werden können. Präzise spielte Protschka seine Soli in den Rhythmusteppich seiner Musikerkollegen.(...)Wie bei einer solchen Formation nicht anders zu erwarten, zeigten sich alle vier als Meister eines Zusammenspiels, das der Individualität allen Raum ließ. Mal war es Kontrabassist Matthias Nowak, der mit einem Fingertanz den akustischen Boden für die aus der Tiefe des Körpers klingende Trompetenstimne bot. Andere Male leitete die verträumt-tänzerisch Leichtigkeit von Sebastian Sternals Fender Rhodes Spiel zur Poesie der Trompete über. Wunderschön waren auch immer wieder die Dialoge von Bass, Fender Rhodes Piano und Schlagzeug am Rande der Stille, in denen Marcus Rieck sein Drumset beinahe streichelte. (...)